Die armen Schweine von der CDU…

Ach ja, die CDU. Irgendwie hat sie es echt schwer im Moment. Probleme mit dem Markenkern. Was ist eigentlich konservativ? Wie konnte Angela Merkel Kanzlerin werden? Warum passt Winfried Kretschmann besser zu uns als Horst Seehofer?  Das sind so Fragen.

In Schleswig-Holstein können sie vor lauter Grübeln wahrscheinlich nachts nicht mehr schlafen. So zwischen drei und vier Uhr morgens kommen ihnen dann bizarre Ideen. Eine davon lautet: Deutsches Schwein für deutsche Kinder!

Den Christdemokraten behagt es nicht, dass immer mehr Kitas und Kantinen auf Schweinefleisch verzichten,  weil sie Nahrungsmittel wählen, die auch von muslimischen und jüdischen Kindern gegessen werden können. In einer Berufsschule wurden sogar Mettbrötchen vom Buffet verbannt. Dieses Elend kann sich die CDU im Kieler Landtag nicht länger angucken.

„Die Landesregierung wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass insbesondere Schweinefleisch auch weiterhin im Nahrungsmittelangebot sowohl öffentlicher Kantinen als auch in Kitas und Schulen erhalten bleibt“, so ein Antrag der Fraktion ans Bildungsministerium.  In unserer Kultur gehöre Schweinefleisch zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Tja. Schlecht argumentiert. Gesund und ausgewogen kann ein Nahrungsmittel gar nicht in einer besonderen Kultur sein. Entweder es ist gesund und ausgewogen – oder eben nicht. Für Schweinefleisch gilt eher letzteres. Es ist fett, steckt voller Hormone und Antibiotika, wird oft zu noch fetteren Würsten verarbeitet und kann getrost von jedem Teller gestrichen werden. Wer will, kann sich ja morgens und abends immer noch die Backen mit Speck vollmachen.

Und darüber nachdenken, ob die armen Schweine von der Kieler CDU jetzt eigentlich konservativ sind. Oder fremdenfeindlich. Oder verzweifelt. Oder einfach nur beschränkt.